(Quelle: BIM.Ruhr)

Dieses Projekt wird gefördert durch


Kooperationsprojekt BIM.Ruhr ist gestartet

Der Kreis Recklinghausen sowie die Städte Bochum und Herne haben ihre Arbeit an dem „Netzwerk Building Information Modeling Mittleres Ruhrgebiet (BIM.Ruhr) – Netzwerkmanagement und Impulse für die Wissenschaft“ aufgenommen. Hierbei handelt es sich um ein Teilprojekt des übergeordneten Themenkomplexes „Netzwerk Building Information Modeling Mittleres Ruhrgebiet (BIM.Ruhr)“. Das Teilprojekt befasst sich mit der Umsetzung der Methode Building Information anhand von drei Pilotprojekten und bringt Akteure aus der Bauwirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung zusammen.

Gleichzeitig haben auch die Hochschule Bochum und die Universität Duisburg-Essen mit ihren Teilprojekten begonnen. Die Hochschule Bochum legt im Rahmen von BIM.Ruhr ihren Fokus auf das Thema Bestandsmodelle und ihre Qualitätsbeschreibung im kommunalen Kontext. Die Universität Duisburg-Essen setzt im selben Kontext ihren Schwerpunkt auf Informationsanforderungen und Prozessstrukturen.

Einsatz innovativer BIM-Methode

Bei dem Vorhaben dreht sich alles um die sogenannte Building-Information-Modeling-Methode, kurz BIM-Methode. BIM beschreibt eine digitale Planungs-, Bau- und Betreiber-Methode. Diese steht für eine Reihe innovativer Methoden und Technologien, die das gemeinsame Ziel haben, alle Abläufe entlang des Lebenszyklus von Bauwerken (Hochbau, Tiefbau oder Infrastruktur) zu optimieren.

Das wesentliche Element von BIM ist ein virtuelles Bauwerksmodell, auf das alle Projektbeteiligten Zugriff haben und über das sämtliche Informationen in Echtzeit ausgetauscht werden können. Das virtuelle Bauwerksmodell erfasst außerdem die physikalischen und funktionalen Eigenschaften.

Die Elemente des BIM-Modells sind dabei nicht einfach nur grafische Objekte: Sie wissen, was für eine Funktion sie haben (bspw. Wand, Decke oder Stütze), woraus sie bestehen und wie sie mit anderen Bauteilen in Beziehung stehen. Durch eine intelligente Verknüpfung dieser Informationen können Planungsdaten zudem um Zeit- und Ablaufpläne (4D-Planung) oder Kosteninformationen (5D-Planung) ergänzt werden.

Der Einsatz von BIM-Modellen ist auch für den Bereich des Facility Managements eine innovative und nachhaltige Arbeitsmethode, um beispielsweise Kosten und Zeitaufwände zur Gebäudeinstandhaltung abschätzen zu können.  

Gesucht: Mitglieder für Innovationsnetzwerk

Gemeinsam hat es sich das Projektteam insbesondere zum Ziel gemacht, Leitfäden und Handlungsanweisungen zu entwickeln. Das primäre Ziel des Teilprojekts „Netzwerkmanagement und Impulse für die Wissenschaft“ist der Auf- und Ausbau des Innovationsnetzwerks. Dieses dient vor allem dazu, die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Baubranche zu stärken, Wissen aus den Hochschulen in die Praxis zu transferieren, die kommunalen Verwaltungen zu integrieren und schlussendlich überregional sichtbare Best-Practice-Ergebnisse zu generieren.

Das Projekt wird durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Derzeit befindet sich das Innovationsnetzwerk noch im Aufbau. Diesem können sich kleine und mittelständische bauwirtschaftliche Unternehmen, Start-ups und Institutionen aus der näheren Region, aber auch aus ganz Nordrhein-Westfalen, gerne anschließen. Wenn Sie sich an dem Projekt beteiligen möchten oder Fragen dazu haben, steht Ihnen Ulrich Gruber (Kreis Recklinghausen) als Ansprechpartner zur Verfügung.